Veranstaltungen
Hohenloher Kultursommer
(23.08.2009)
Sonntag, 23.8., 14.00 Uhr: Ein Konzerttag mit Joseph Haydn
Schloss Schillingsfürst
Begegnung auf Schloss Schillingsfürst
Joseph Haydn ist vor allem für seine Sinfonien, seine Streichquartette und die Jahreszeiten bekannt geworden. Seine unzähligen Werke zeugen von hoher Kunst, aber in ihnen steckt auch eine gigantische Arbeitsleistung. Er zählt nicht ohne Grund zum Olymp der Wiener Klassiker. In diesem Jubiläumsjahr wollen auch wir ihm unsere Huldigung bringen, auf einem Schloss, das geschichtlich enge Bande nach Wien unterhält: Schloss Schillingsfürst. Die Gäste können zwischen dem Konzert um 14 Uhr und den beiden Konzerten 15.30 Uhr ein Konzert auswählen. Das Konzert im Innenhof des Schlosses mit dem Prager Bläseroktett um 17 Uhr kann auch separat gebucht werden. Bei Regen wird dieses Konzert in die Kirche verlegt. Für Konzertgäste wird um 14 Uhr eine Schlossführung angeboten.
So., 23. August, 14 Uhr
Schillingsfürst, Musiksalon
Schottische Lieder und Klaviertrios
Ingrid Schmithüsen, Sopran
Trio 1790
Annette Wehnert, Violine
Jennifer Morsches, Violoncello
Harald Hoeren, Hammerflügel
Schottische Lieder, Trio A-Dur und F-Dur, u.a.
Haydn war ein echter Europäer. Seine ersten Werke wurden in Paris gedruckt, er besuchte London, erhielt Auszeichnungen in vielen anderen Hauptstädten Europas. Aus Edinburgh bekam er schottische Volkslieder gesandt, die er selbst bearbeitete und für die ungewöhnliche Besetzung mit Klaviertrio ausführte. Insgesamt hat 41 Klaviertrios geschrieben.
So. 23. August, 15.30 Uhr
Schillingsfürst, Empfangssalon
Das Baryton und die Fürsten Esterhazy
Esterhazy Ensemble
Michael Brüssing, Baryton
Andras Bolyki, Viola
Maria Brüssing, Violoncello
Divermenti von Joseph Haydn
Das Baryton gehört heute leider zu den fast vergessenen Instrumenten. Es entstammt der Gambenfamilie und ist ein Kuriosum. Das Baryton ist also eine Art Cello, das mitschwingende Resonanzsaiten besitzt, die ihm einen schwebenden Klang geben. Gleichzeitig können die Saiten wie bei einer Laute auch gezupft werden, so dass vielfältige Klangfarben möglich sind. Fürst Nicolaus Esterhazy war ein hervorragender, virtuoser Barytonspieler. Für ihn hat Haydn seine 175 anspruchsvollen Sonaten und Trios für dieses Instrument geschrieben. Das Esterhazy Ensemble aus Wien musiziert in der originalen Besetzung und hat sich damit einen Weltruf erworben.
So., 23. August, 15.30 Uhr
Schillingsfürst, Ludwig-Dörfler-Galerie
Lautengalanterie um Joseph Haydn
Ensemble Liuto Concertato
Lutz Kirchhoff, Laute
Martina Kirchhoff, Pardessus de Viole, Viola da gamba
Judith Sartor, Viola da gamba
Werke von Haydn, Hinterleithner, Bach u.a.
Im Konzertprogramm erklingen neben Suiten von Hinterleithner auch eine Suite von J. S. Bach und die cassationa C-Dur von J. Haydn. Mit dem 18. Jahrhundert begann dann der endgültige Abgesang der Lautenmusik.
So., 23. August, 17 Uhr
Schillingsfürst, Schlosshof
Abendliche Bläsermusik der Wiener Klassik
Prager Bläseroktett
Werke von Haydn, Mozart, Beethoven, Krommer u.a.
Jeder fürstliche Hof hielt einst darauf, ein Bläserensemble als Hofkapelle zu beschäftigen, das bei allen möglichen Anlässen zu musizieren hatte. Die Kammermusik-Besetzung mit Laute, Violine und Cello - auch als Lautenkonzert bekannt - war für F.J. Hinterleithner ein Glücksfall, denn dadurch hielt sich die Laute in Kammermusikkreisen noch einige Zeit. So entstanden unterhaltende Musikformen wie die Divertimenti oder die abendlichen Serenaden, aber auch Musik, die auf der Jagd oder auf dem Felde aufgeführt wurde. Große Opern und Sinfoniewerke wurden für solch eine Besetzung bearbeitet, damit sie zur Aufführung kommen konnten. Das Prager Bläseroktett spielt u.a. Variationen über Thema aus der Oper „Don Giovanni", die Serenade Es-Dur von W.A. Mozart sowie das Bläseroktett Es-Dur von L.v. Beethoven.
Eintrittskarte:
Euro 25,-, erm. Euro 20,-
(beinhaltet Konzert um 14 Uhr oder 15.30 Uhr und um 17 Uhr)
Euro 17,-, erm. Euro 12,-
(nur Konzert um 17 Uhr)
