Treppenhaus

 Durch das prächtig stuckierte nördliche Treppenhaus wird das Schlossmuseum betreten. Der feine Stuck an der Decke und den Unterläufen der Treppen, Bandelwerk und eingestreute Allegorienreliefs, stammt von den Brüdern Gabriele und Francesco Gabrieli aus der Zeit der Schlosserbauung um 1730/1740.

  
  
In älterer Literatur wird auch der Stukkator Pietro Castelli erwähnt, doch lässt sich seine Mitwirkung nicht nachweisen. Die Reliefbüsten der heidnischen römischen Kaiser an den Wänden (im Treppenhaus des Südflügels befinden sich die christlichen römischen Kaiser) wurden Anfang des 19. Jahrhunderts von Steinbrecher gefertigt.   Es dürfte sich dabei um einen Sohn des 1780 genannten Maurermeisters Jakob Steinbrecher handeln. An der Decke ist das Allianzwappen Hohenlohe-Oettingen zu erkennen, die Wappen des Schlosserbauers und seiner Gemahlin. In den Ecken sind Genien mit Emblemen, Monogrammmedaillons und Musikanten zu erkennen. 
  
 
Der große Braunbär sowie die Elchschaufeln und die Wildschweintrophäen an den Wänden verweisen auf die große Jagdleidenschaft der früheren Schlossbewohner. Der Bär wurde im Jahr 1897 von Marie Fürstin zu Hohenlohe-Schillingsfürst auf ihren Besitzungen in Russland erlegt. Auf dem Treppenabsatz ein weißes Reh, ein Albino, das in der Nähe von Schloss Podiebrad in Böhmen erlegt wurde. Links im Gang und den anschließenden beiden Räumen befindet sich das Falknereimuseum mit einer sehr ansprechend gestalteten Ausstellung zur Geschichte der Jagdfalknerei