Roter Salon

Nach dem Damensalon folgt der Salon für die Herren, der Rauchsalon oder wegen seiner Ausstattung auch Roter Salon genannt wird. Der wunderschöne Ofen in der Mitte des Raumes stammt aus der Porzellanmanufaktur Nymphenburg. Auffallend sind die großen Spiegel mit den wuchtig wirkenden geschnitzten und vergoldeten Rahmen. Der linke Spiegel war ein Geschenk des Kardinals Gustav Adolf an seinen Bruder Chlodwig. Links davon ein Gemälde, welches die Großmutter väterlicherseits des Reichskanzlers zeigt, Judith Fürstin zu Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfürst, geborene Freiin Reviczky von Alvisnie (1751-1836). Rechts vom Spiegel ihr Mann, der Großvater Chlodwigs, Karl Albrecht II. Fürst zu Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfürst (1742-1796). Er war der Enkel des Schlosserbauers. An den Wänden neben dem Ofen Bildnisse von Töchtern des Reichskanzlers und seiner Gemahlin, links Elisabeth Prinzessin zu Hohenlohe-Schillingsfürst (1847-1915), die ihr Leben lang unverheiratet blieb, rechts Stephanie Prinzessin zu Hohenlohe-Schillingsfürst (1851-1882), die sich später mit einem Grafen von Schönborn-Wiesentheid vermählte. An der rechten Zimmerseite Kaiserin Maria Theresia in Witwentracht. Neben ihr der Erbauer des barocken Schlosses Schillingsfürst Philipp Ernst Fürst zu Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfürst (1663-1759), der für seine Zeit ein beachtliches Lebensalter erreichte, er starb wenige Wochen vor seinem 96. Geburtstag. Anschließend dann der Sohn Kaiserin Maria Theresias, der Kaiser der Reformen, Joseph II. An der Fensterseite die Bildnisse Hohenlohe-Schillingsfürst'scher Kinder aus dem 18. Jahrhundert stammen von Johann Valentin Tischbein (1715-1768). Am Fenster ein Betschemel aus Holz mit schönen Elfenbeineinlegearbeiten. Die beiden chinesischen Vasen auf den Tischen entstammen der Zeit des 16./17. Jahrhunderts, also der Zeit der Ming-Dynastie. Der Deckenstuck ist streng um ein ovales Plafondfeld angeordnet.
